Carinthischer Sommer
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Rudolf Buchbinder

mit fünf Jahren der jüngste Student, der jemals an die Wiener Musikhochschule aufgenommen wurde, begann seine umfassende Karriere als Kammermusiker. Inzwischen musiziert Rudolf Buchbinder weltweit mit allen großen Orchestern und Dirigenten und ist regelmäßiger Gast bei den Salzburger Festspielen, dem Carinthischen Sommer und anderen bedeutenden Festivals. Buchbinders Repertoire ist umfangreich und schließt auch zahlreiche Komponisten des 20. Jahrhunderts ein. Er legt besonderen Wert auf die akribische Arbeit der Quellenforschung. Er verfügt u. a. über 18 komplette Ausgaben der Sonaten von Ludwig van Beethoven, hat eine umfangreiche Sammlung von Erstdrucken und Originalausgaben und ist im Besitz von Kopien der eigenhändigen Klavierstimmen und Partituren der beiden Klavierkonzerte von Brahms. Er hat sich der klassisch-romantischen Literatur mit Hingabe gewidmet, aber auch selten gespielte Stücke – wie z. B. die Sammlung der von 50 österreichischen Musikern komponierten Diabellivariationen – auf Schallplatte eingespielt.

 

Über 100 Platten dokumentieren Größe und Vielfalt von Buchbinders Repertoire. Besonderes Aufsehen erregte Buchbinders Einspielung des Klavier-Gesamtwerkes von Joseph Haydn, die mit dem „Grand Prix du Disque“ ausgezeichnet wurde. Mittlerweile zieht Rudolf Buchbinder Live-Konzert-Mitschnitte Studioaufnahmen vor. Sein Zyklus sämtlicher Klavierkonzerte von W. A. Mozart mit den Wiener Symphonikern, live mitgeschnitten im Wiener Konzerthaus, wurde zur „CD des Jahres 1998“ gekrönt. Zum Johann Strauß-Jahr 1999 hat Rudolf Buchbinder eine bemerkenswerte CD mit Klavier-Transkriptionen mit dem Titel Waltzing Strauss eingespielt. Als letzte künstlerische Herausforderung auf dem Gebiet Schallplatte hat Rudolf Buchbinder die beiden Klavierkonzerte von Johannes Brahms mit dem Royal Concertgebouw Orchestra unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt für Teldec aufgenommen und mit den Wiener Symphonikern anläßlich der Wiener Festwochen 2003 als Solist und Dirigent die 5 Klavierkonzerte von Ludwig van Beethoven.

 

Zum wichtigen Anliegen wurde für Buchbinder die Interpretation des „Neuen Testaments der Klaviermusik“, also die zyklische Wiedergabe aller 32 Sonaten Beethovens, die er in über 30 Städten – darunter München, Wien, Hamburg, Zürich, Buenos Aires – aufgeführt hat. „Rudolf Buchbinder erweist sich einmal mehr als einer der wichtigsten und kompetentesten Beethovenspieler unserer Tage“, hieß es dazu in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Höhepunkt der Saison 2005/2006 waren Konzerte mit den Wiener Philharmonikern bei den Wiener Festwochen mit zwölf Mozart-Klavierkonzerten, die auch auf DVD aufgezeichnet wurden. In seiner Freizeit beschäftigt sich Buchbinder mit Literatur und Bildender Kunst und betätigt sich, wenn ihm zwischen Konzertreisen und Probenterminen noch Zeit bleibt, selber als passionierter Amateurmaler. Rudolf Buchbinder ist zudem künstlerischer Leiter des Musik-Festivals Grafenegg.