Liebes Publikum, liebe Freunde des Carinthischen Sommers,

Das Programm des Carinthischen Sommers 2018 steht ganz im Zeichen junger Frauen. Künstlerinnen verschiedener Genres – Jazzerinnen, Solistinnen, Sängerinnen, Saxofonistinnen, eine Dirigentin und viele mehr – haben von 14. Juli bis 26. August in Kärnten ihren großen Auftritt. Darüber hinaus prägen zwei Geburtstage und ein neues Format das diesjährige Festival, das wieder mit einer Wassermusik eröffnet wird.

Musik wie die Künste waren und sind ein Spiegel unserer Zeit. Der Blick in den Spiegel selbst zeigt uns Vertrautes und durch die Spiegelung zugleich Unbekanntes. Und so ist das Motto der diesjährigen Festivalsaison einem der bekanntesten Kärntner Volkslieder entnommen: Übarn See sing ih ume, volla Freud, wia ih bin; wia a Spiagl es Wåssa, is die Welt uma drin.

Wie wunderbar poetisch ist die Atmosphäre dieses Volkslieds, das nicht nur mich bei der Festivalplanung, sondern auch mein künstlerisches Team der Carinthischen Wassermusik zu einem neuen Gesamtkunstwerk am und auf dem Ossiacher See inspirierte. Die Menschen aus der Region sind eingeladen, teilzuhaben an der Eröffnungsmusik, komponiert von der Südtirolerin Manuela Kerer. Gemeinsam mit den Kärntner Chören, Blasmusikkapellen und Freiwilligen Feuerwehren singt das Publikum zum Finale der Wassermusik dieses Kärntner Volkslied.

Für die ganze Familie präsentiert der Carinthische Sommer A House Full of Music für Kinder ab fünf Jahren, ein Gastspiel der Wiener Taschenoper, ausgezeichnet mit dem STELLA 09 für junges Publikum. Und das MIAGI Jugendorchester aus Südafrika, bereits 2012 zu Gast in Kärnten, wird erneut durch seine Musikalität und mitreißende Spielfreude begeistern.

Die Orgel erhält wieder einen bedeutenden Platz im Festival. In Zusammenarbeit mit dem Klagenfurter Domorganisten Klaus Kuchling sind drei Konzerte konzipiert: Orgel plus Stummfilm in der Villacher Stadtpfarrkirche, Orgel plus Barockensemble in der Stiftskirche Ossiach und Orgel solo im Klagenfurter Dom mit einem der bedeutendsten französischen Organisten: Olivier Latry.

Die Konzertreihe Perspektiven zeigt Neues oder aber Bekanntes in neuem Gewand, so das renommierte Barockensemble La Venexiana mit Monteverdi meets Jazz oder das junge Klarinettentrio Catch, welches in der Elbphilharmonie und anderen europäischen Konzerthäusern mit ihrem außergewöhnlichen Musikvermittlungsprogramm Ohrknacker Menschen zur Musik verführt.

2018 ist das Jahr der Rising Stars, u.a. mit der 1. Preisträgerin des Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerbs Aigul Akhmetshina, mit dem jungen Wiener Philharmoniker Sebastian Bru, dem Ebonit Saxophone Quartet oder dem 22-jährigen Geiger Emmanuel Tjeknavorian aus Wien. Und es ist längst kein Geheimnis mehr: der österreichische Jazz ist nicht nur jung, er ist auch weiblich. Und so werden im heurigen Festivaljahr fünf österreichische Jazzerinnen in drei Konzerten an drei verschiedenen Spielstätten präsentiert.

Ensemble Prisma wird wieder im Festival konzertieren, das Kärntner Sinfonieorchester aber auch das ORF Radio-Symphonieorchester Wien mit einem Happy-Birthday-Programm zu den CS-Granden Leonard Bernstein und Gottfried von Einem, und natürlich ist Pianisten-Star Rudolf Buchbinder zu Gast im Festival. Dieses und sehr viel mehr erwartet Sie im heurigen Festivaljahr!

Ein besonderes Dankeschön für die großartige Zusammenarbeit und Unterstützung gilt meinem Vorstand, den Vereinsmitgliedern, meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, allen Partnern, den Sponsoren, Freunden und Förderern des Carinthischen Sommers sowie den Subventionsgebern in Kärnten und Österreich.

Mit großer (Vor-)Freude wünsche ich Ihnen ein inspirierendes, an- und aufregendes Festivaljahr 2018.

 

Holger Bleck

Geschäftsführender Intendant