Liebes Publikum, liebe Freunde des Carinthischen Sommers,

ich freue mich und bin stolz, Ihnen auch im Festivaljahr 2017 wieder die breite Vielfalt der Musik unserer Zeit präsentieren zu können. Vertrautes und Überraschendes, Klassik, Jazz und Zeitgenössisches stehen gleichwertig neben Crossover, Volksmusik, Rap und Kirchenmusik. Eine aufregende Mischung, die nur ein Ziel hat: Sie, verehrtes Publikum, zu erfreuen, zu beglücken, Ihnen Begegnungen mit außergewöhnlichen Künstlern, Ensembles und Orchestern zu ermöglichen.

So geht es mit CS unterwegs, dem neuen Konzertformat aus meinem ersten Festivaljahr, und modern arrangierter Volksmusik wieder auf Tour ins Kärntner Land. Nach einem Libretto des Österreichischen Schriftstellers Franzobel schreibt der Kärntner Bruno Strobl seine zweite Kirchenoper für den Carinthischen Sommer über eine weit wirkende, kluge und – wohl nicht nur in ihrer Zeit – provozierende Frauengestalt: Hemma von Gurk, inszeniert von Kristine Tornquist und koproduziert mit dem Stadttheater Klagenfurt. Einen sinfonischen Höhepunkt des Carinthischen Sommers wird zweifellos der Brahms-Zyklus mit dem Orchestra della Svizzera Italiana unter seinem Chefdirigenten Markus Poschner sein, ein besonderes Konzerterlebnis mit den vier Brahms-Sinfonien an zwei Abenden. Und das Kärntner Sinfonieorchester unter der Leitung von Jader Bignamini wird im heurigen Festivaljahr u.a. mit Gustav Mahlers Lieder eines fahrenden Gesellen und dem vielseitigen Staatsopern-Bariton Clemens Unterreiner vertreten sein. Als beliebter Konzertzyklus hat sich das neue Format der Carinthischen Musiksalons erwiesen und so wird es wieder Kammermusik auf höchstem Niveau geben: in Schloss Wolfsberg, Schloss Halleg, Schloss Pöckstein und im ehemaligen Rüsthaus der freiwilligen Feuerwehr in Velden. Unter Auftakt! lädt der Carinthische Sommer zu einer Reihe von Konzerteinführungen, eine wunderbare Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Mit Lukas Kranzelbinder & Shake Stew aus Kärnten, Klemens Marktl Sextet feat. Joe Locke aus Österreich und den USA sowie Iiro Rantala aus Finnland präsentiert der Carinthische Sommer drei Jazzformationen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: wild und ungestüm, cool und kultiviert, ein Pianist der Extraklasse, ein Glenn Gould des Jazz.

Absolut neu ist CS underground, das Pre-Opening am 15. Juli: ein Dialog zwischen allen Musikrichtungen, Generationen und Hörgewohnheiten, auf mehreren Bühnen im Hof der Villacher Brauerei und im Sudhaus, kuratiert und lustvoll kombiniert vom Pianisten und Dirigenten Marino Formenti.

Auf Kinder ab 3 Jahren warten zwei Überraschungen. Martha Laschkolnig kommt mit ihrem clownesk-musikalischen Programm Die Martha im Koffer, und Marko Simsa begibt sich mit Das bunte Kamel auf eine Reise in den Orient.

Im Mittelpunkt der Festivaleröffnung am 16. Juli steht Alma Deutscher, 12 Jahre jung, britische Komponistin, Pianistin und Geigerin, die ihr österreichisches Konzertdebüt im Congress Center Villach mit dem Wiener KammerOrchester unter der Leitung von Joji Hattori gibt.

Die Planung und Realisierung des Carinthischen Sommers ist ein großes Gemeinschaftswerk. Und so bedanke ich mich herzlich beim Vorstand, den Vereinsmitgliedern, bei meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und allen Partnern. Ein besonderer Dank gilt den Sponsoren und Mäzenen des Carinthischen Sommers sowie dem Land Kärnten, der Stadt Villach, der Gemeinde Ossiach und dem Bundeskanzleramt Sektion Kunst und Kultur.

Feiern Sie mit uns ein Fest der Musik, auf dass wir trotz und gerade wegen so mancher Widrigkeiten des Alltäglichen eines nie vergessen: zu leben, zu lieben, neugierig zu sein, nicht bedauern zu müssen.

 

Holger Bleck

Geschäftsführender Intendant