Prisma Wien Copyright Stefan Schweiger (zur freien Verwendung für Print- und Online-Medien unter Nennung des Copyrights)
Prisma Wien
Thomas Fheodoroff copyright Rosa Frank (zur freien Verwendung für Print- und Online-Medien unter Nennung des Copyrights)
Thomas Fheodoroff
Seit einigen Jahren ist Prisma Wien beim Carinthischen Sommer regelmäßig zu Gast. Ihre beliebten Picknick-Konzerte auf Schloss Damtschach gehören zu den Höhepunkten des Sommers. Unter der Schirmherrschaft jeweils eines der großen Meister der Wiener Klassik konnten hier mit Haydn & Friends (2016) bzw. Mozart (2017) und Beethoven (2018) musikalische Entdeckungen genossen werden. In dieser Saison steht ein Tag mit Schubert & Friends auf dem Programm, das neben Meisterwerken wie dem Oktett in F-Dur D 803 oder dem Impromptu Nr. 1 c-Moll D 899 in einem Arrangement für Streichquintett des Ensembleleiters Thomas Fheodoroff auch zarte Fantasien von Henry Purcell und ein Werk der jungen Schweizer Prisma-Cellistin Ursina Braun umfasst.
Prisma Wien beschäftigt sich seit seiner Gründung 2004 durch Thomas Fheodoroff mit Kompositionen aller Stilepochen seit 1600. Sie haben sich nicht auf eine Epoche festlegen wollen, denn ihre künstlerische Neugierde macht an keiner Jahrhundertwende halt. Stets auf der Suche nach sowohl für das Publikum als auch für die Musiker außergewöhnlichen musikalischen Erlebnissen, widmen sich die Mitglieder in verschiedenen Besetzungen vom Streichtrio bis hin zum sinfonischen Beethoven-Orchester unterschiedlichsten Werken aus fünf Jahrhunderten. Dass sie sich dabei auf der Höhe der musikwissenschaftlichen Forschung bewegen und das jeweils passende Instrumentarium der Entstehungszeit verwenden, ist für Prisma selbstverständlich. Gründer und Leiter Thomas Fheodoroff setzt sich in intensiven Archivrecherchen mit diesen Fragen auseinander und gräbt oft unbekannte Bearbeitungen für das Ensemble aus. So konnten im vergangenen Jahr mit Prisma Beethoven-Sinfonien zum ersten Mal in Kärnten auf historischen Instrumenten gehörtwerden. Die Sinfonien Beethovens werden Prisma auch in den kommenden Jahren beschäftigen, es ist ein langfristig angelegtes Projekt des ambitionierten Ensembles. In diesem Jahr überraschen sie mit einem Concert spirituel in der Stiftskirche Ossiach mit dem karibischen Zeitgenossen Mozarts, Joseph Boulogne Chevalier de Saint-Georges, mit Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart.
Ein Prisma, das den Sonnenlichtstrahl in viele einzelne Farben zerlegt – zur Zeit von Haydn, Mozart oder Goethe hätte man das gleichnamige Originalklangensemble wohl auch mit dem Quecksilber verglichen, „mit Beziehung auf seine ungemeine Theilbarkeit und Beweglichkeit“ (Grimm). Denn das quicklebendige Ensemble musiziert hinreißend miteinander, wie oft es sich auch teilt: sei es im Duo, Trio oder im vereinten großen Orchester. In ihren Konzerten spürt man, wie die Künstler einander vertrauen, aufeinander zu spielen und im Dialog sind. Sie sprechen vom gemeinsa- men Dialekt und haben noch viel vor.

 

Sa 3.8.2019 / 11 Uhr bis ca. 19 Uhr