Klaus Kuchling copyright Stefan Schweiger (zur freien Verwendung für Print- und Online-Medien unter Nennung des Copyrights)
Klaus Kuchling
Marienorgel im Klagenfurter Dom copyright KH Kronawetter (zur freien Verwendung für Print- und Online-Medien unter Nennung des Copyrights)
Marienorgel im Klagenfurter Dom

Die Orgel erhält als Konzertinstrument ab 2018 wieder einen bedeutenden Platz im Festival. Bei der neuen Reihe Orgel plus …, kuratiert vom Klagenfurter Domorganisten Klaus Kuchling, wird in drei sehr verschiedenen Konzertabenden die ganze Spannweite der Möglichkeiten der Orgelmusik beleuchtet. Kuchling wirkt seit 1992 als Domorganist in der Landeshauptstadt. Er unterrichtet Orgel am Kärntner Landeskonservatorium, von 1998 bis 2012 auch an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. CD- und Rundfunkaufnahmen dokumentieren sein breites Repertoire. Neben Uraufführungen zeitgenössischer Musik liegt ihm die Zusammenarbeit mit anderen Künsten (Tanz, Performance) besonders am Herzen. Als Solist, Duo-Partner und Juror bei Orgelwettbewerben ist er in Europa und darüber hinaus tätig.

Noch mehr als bei jedem anderen Instrument, ist bei der Orgel der Interpret aufgefordert, jede Komposition neu zu gestalten, nach den Voraussetzungen des jeweiligen Instrumentes. Denn jede Orgel ist anders, keine identisch mit einer anderen. Und besonders wichtig ist bei einem Orgelkonzert die Wirkung des Raumes. Verschiedene Instrumente und Klänge kennenzulernen, kommt bei der Orgel also immer auch einer Reise durch eine Orgellandschaft gleich.

Im ersten Konzert der neuen Reihe zeigt Kuchling die kleinste Orgel, die mobile Truhenorgel oder Orgelpositiv, als integraler Bestandteil der Continuogruppe in der Barockmusik. In der barocken Stiftskirche Ossiach präsentieren die Sopranistin Cornelia Horak, Klaus Kuchling und ein Kammerensemble Händels Neun Deutsche Arien im Wechsel mit neuen Kompositionen von Margareta Ferek-Petric, Artist in Residence des Carinthischen Sommers 2018. Klaus Kuchling und Margareta Ferek-Petric sprechen im Auftakt! zum Konzert über diesen interessanten Brückenschlag von der Barockmusik zur zeitgenössischen Musik.

In der Stadtpfarrkirche St. Jakob in Villach findet die Begegnung von Film und Kirchenorgel statt. So überraschend, wie sie uns heute erscheint, war diese Kombination ursprünglich nicht: In den Anfangsjahren der Filmkunst wurden oft Stummfilme von sogenannten Kinoorgeln begleitet, Instrumente der Firmen Wurlitzer, Welte, Söhne und Rieger wurden bis in die vierziger Jahre in großen Lichtspielhäusern eingesetzt. Im Konzert in Villach kommt die große, alte Kunst der Orgelimprovisation zur vollen Entfaltung. Der Stummfilm Nathan der Weise von Manfred Noa aus dem Jahr 1922, die erste Verfilmung des berühmten Werkes von Gotthold Ephraim Lessing, wird mit improvisierter Orgelmusik begleitet. Wolfgang Seifen ist einer der führenden Experten in diesem Bereich und lehrt an der Hochschule der Künste Berlin.

Als Abschluss und Höhepunkt der neuen Reihe Orgel plus … kommt der französische Starorganist Olivier Latry in den Klagenfurter Dom und wird dort ein erlesenes Programm zum Vortrage bringen.

 

Do 9.8.2018 / 20 Uhr

Stiftskirche Ossiach
Händels Neun Deutsche Arien
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Auftakt! um 18.30 Uhr im Rittersaal Stift Ossiach mit Klaus Kuchling, Margareta Ferek-Petric und Isabelle Gustorff. Eintritt frei.

 

Mi 15.8.2018 / 21.15 Uhr

Stadtpfarrkirche St. Jakob Villach
Nathan der Weise – Stummfilm & Orgelimprovisation
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Sa 25.8.2018 / 20 Uhr

Klagenfurter Dom
Olivier Latry
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Auftakt! um 18.30 Uhr im Franziskussaal der Dompfarre Klagenfurt mit Klaus Kuchling und Olivier Latry. Eintritt frei.