Mozarteumorchester Salzburg © Nancy Horowitz (Zur freien Verwendung bei Print- und Online-Medien unter Nennung des Copyrights)
Mozarteumorchester Salzburg
Mirga Gražinytė-Tyla © Ben Ealovega (Zur freien Verwendung bei Print- und Online-Medien unter Nennung des Copyrights)
Mirga Gražinytė-Tyla
So 29.8.2021 / 19.30 Uhr

Im Mittelpunkt des großen Abschlusskonzerts des Carinthischen Sommers steht 2021 Robert Schumanns zweite Sinfonie und sein einziges Violinkonzert mit dem herausragenden Schumann-Kenner Thomas Zehetmair als Solisten und Mirga Gražinytė-Tyla als Dirigentin.

Mirga Gražinytė-Tyla, Dirigentin
Thomas Zehetmair, Violine
Mozarteumorchester Salzburg
Robert Schumann: Violinkonzert in d-Moll
Robert Schumann: Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61


Kein anderes Werk Robert Schumanns hat eine so verwirrende und problematische Rezeptionsgeschichte wie sein Violinkonzert aus dem Jahr 1853, das auch sein letztes Orchesterwerk ist. Das Unverständnis seiner Zeitgenossen und seines engsten Umfeldes, seiner Frau Clara, des Geigers Joseph Joachims, dem er das Werk zugedacht hatte und des Freundes Johannes Brahms überschattete das Werk bis in das zwanzigste Jahrhundert hinein. Erst 1937 wurde es uraufgeführt. Schumanns innige, hochromantische Musik voller Spannungen und tiefer Empfindsamkeit mit abgründiger Tiefe stellt jeden Interpreten vor große Aufgaben. In besten Händen ist dieses bei Thomas Zehetmair. Der Salzburger Geiger setzte bereits mit seiner ersten Einspielung des Violinkonzertes 1988 als 27-Jähriger neue Maßstäbe. Zehetmair kennt die Originalpartitur, die in der Preußischen Staatsbibliothek zu Berlin aufbewahrt wird, wie kein anderer. Er hat selbst eine quellenkritische Neuausgabe erarbeitet und sich vielfach für das Werk eingesetzt. Kein Wunder, dass sich die litauische Dirigentin Gražinytė-Tyla Zehetmair als Interpreten gewünscht hat, wenn sie jetzt gemeinsam mit dem Mozarteumorchester Salzburg ihre Interpretation zweier Hauptwerke Schumanns vorstellt.

Als Kind einer Musikerfamilie in Vilnius, Litauen aufgewachsen, beeindruckt Mirga Gražinytė-Tyla seit einiger Zeit die Musikwelt. Sie wirkte als Kapellmeisterin in Heidelberg und Bern, bevor sie ans Salzburger Landestheater wechselte, wo sie 2015-17 Musikdirektorin war. International machte Mirga Gražinytė-Tyla bereits 2012 auf sich aufmerksam, als sie bei den Salzburger Festspielen mit dem begehrten Salzburg Festival Young Conductors Award ausgezeichnet wurde. Von 2014 bis 2017 war sie am Los Angeles Philharmonic verpflichtet. Seit Beginn der Saison 2016/17 ist Mirga Gražinytė-Tyla Musikdirektorin des City of Birmingham Symphony Orchestra, wo sie in der Nachfolge von Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Sakari Oramo und Andris Nelsons steht. Für ihr Konzert in Villach wählte sie neben dem Violinkonzert Schumanns zweite Sinfonie von 1846. Schumann befreite sich mit ihr aus einer Phase der Depression und der Ängste. Seine neuerwachte Zuversicht erlebte er in der Arbeit an der Sinfonie als Widerstand des Geistes, durch den ich meinen Zustand zu bekämpfen suchte.

Wo immer es auftritt, begeistert das Mozarteumorchester Salzburg mit seinen lebendigen und erfrischenden Aufführungen Publikum und Konzertkritiker. Das Orchester von Land und Stadt Salzburg, dessen Wurzeln auf den Dommusikverein und Mozarteum zurückgehen, der 1841 mit Unterstützung von Mozarts Witwe Constanze und seinen Söhnen ins Leben gerufen wurde, zählt heute rund 90 Musikerinnen und Musiker und hat sich mit seiner unverwechselbaren Klangkultur zu einem österreichischen Spitzenorchester entwickelt. Als erstes Orchester nach den Wiener Philharmonikern wurde es für diese Leistung 2016 mit der Goldenen Mozart-Medaille ausgezeichnet.
Kartenpreise: € 96 / 81 / 71
Zahlungsmethoden: Visa, MasterCard, Diners, American Express, Sofort Überweisung
Ermäßigungen und Bedingungen